Keynote-Impuls · 9. Juni 2026 · Luzern

KI als Game-Changer im HR

Wie HR-Fachleute beim Abend-Event der People + Culture Group Luzern die Führungsfrage hinter KI gestellt bekamen: Employee Lifecycle, Algorithmus-Bias, CRAP-Test und digitale Souveränität, interaktiv, mit Menti-Kalibrierung und zwei Breakout-Runden.

Ausgangslage

600 Bewerbungen. 589 davon ungelesen. Wer hat das entschieden? Dieser Einstieg war kein Rhetorik-Trick, sondern der Kern des Abends: KI trifft täglich HR-Entscheidungen, häufig ohne dass die Führung es weiss oder bewusst gewählt hat.

Die People + Culture Group Luzern lud zum Abend-Event mit Impulsen, Breakout-Diskussionen und Apéro. Das Publikum: HR-Profis und People-Culture-Verantwortliche, viele mit Meinungen, einige skeptisch, alle neugierig. Die Aufgabe war klar: keine Tool-Parade, sondern die Führungsfrage.

Was wir gemacht haben

Impuls 1 · Einstieg

Hook · These · Menti-Kalibrierung · Employee Lifecycle

Kaltstart mit dem 600-Bewerbungen-Hook. Drei Menti-Fragen kalibrieren den Raum anonym: Welche KI-Tools nutzen wir, haben wir eine Richtlinie, wie weit sind wir? Danach die These: KI im HR ist eine Führungsfrage, nicht ein IT-Thema.

Breakout 1

Wo läuft bei euch schon KI mit, ohne bewusste Entscheidung?

Zehn Minuten mit dem Sitznachbar. Drei Stimmen ins Plenum: Wo hat KI übernommen, ohne dass jemand Ja gesagt hat? Die häufigste Antwort: Bewerbungs-Screening.

Impuls 2 · Vertiefung

Algorithmus-Bias · EU-KI-Gesetz

Amazon 2018: Ein Recruiting-Algorithmus diskriminierte Frauen, weil er von historischen Daten lernte. Der Algorithmus diskriminiert nicht, er lernt von uns. Dazu die Einordnung: Recruiting-KI gilt im EU-KI-Gesetz als Hochrisiko, der Hebel ist ein Regelwerk.

Breakout 2

Habt ihr ein Regelwerk für KI? Was steht drin, was fehlt noch?

Die direkte Frage nach einer KI-Richtlinie inklusive Schulungskonzept. Fast kein Handzeichen für beides. Genau das zeigt: Die Führungsaufgabe ist noch offen.

Impuls 3 · Schluss

CRAP-Test live · Digitale Souveränität · Offene Frage

Live-Demo auf crapcheck.ai: Ein KI-Text wird in 90 Sekunden geprüft und verbessert. Dann die GPS-Analogie für kognitive Auslagerung. Schluss offen: Die Frage, die bleibt, ist der Job des Apéros.

Methodik

Menti-Live-Kalibrierung

Drei anonyme Fragen zu Beginn: Tools, Richtlinie, KI-Readiness. Der Raum sieht sich selbst, niemand muss sich exponieren, und die Impulse werden live nachjustiert.

Breakout-Diskussionsrunden

Zwei Runden à 10 Minuten mit dem Sitznachbar. Fragen bleiben offen. Die Antworten kommen aus dem Saal, nicht von der Bühne.

Live-Demo CRAP-Test

crapcheck.ai live vor dem Publikum: Credibility, Relevance, Accuracy, Purpose. Ein KI-Text in 90 Sekunden geprüft und verbessert. Werkzeug zum Mitnehmen.

Was die Teilnehmenden mitgenommen haben

KI als Führungsfrage

KI im HR ist nicht ein IT-Thema. Wer steuert, was die KI lernt, wie sie entscheidet und wo der Mensch Verantwortung übernimmt, ist Führungsaufgabe.

Employee Lifecycle im Wandel

Von Bewerbung bis Austritt: Wo KI heute bereits im Einsatz ist, häufig ohne bewusste Entscheidung. Wer keinen Überblick hat, steuert nicht.

Algorithmus-Bias erkennen

Amazon 2018 als Beweis: Modelle lernen von historischen Daten und reproduzieren strukturelle Ungleichheiten. Bias-Bewusstsein ist keine Kür, sondern Pflicht.

CRAP-Test für KI-Texte

Credibility, Relevance, Accuracy, Purpose: vier Fragen, die jeden KI-Output prüfbar machen. In 90 Sekunden anwendbar, auf crapcheck.ai verfügbar.

Digitale Souveränität

Kognitive Auslagerung hat einen Preis: wer nie ohne KI entscheidet, verliert das eigene Urteil. Herr der Entscheidung bleiben ist das Ziel.

Aus dem Deck

Aus dem Deck
Aus dem Deck
Aus dem Deck
Aus dem Deck
Aus dem Deck
Aus dem Deck

Tools im Einsatz

Mentimetercrapcheck.aiChatGPT

Das Ergebnis

23
Teilnehmende · Luzern · 9. Juni 2026
80%
nutzen KI täglich: 16 von 20 Antworten
#1
Copilot (10) · ChatGPT (9) · Claude (6)
50%
haben bereits Richtlinie und Schulung

"HR trifft täglich KI-gestützte Entscheidungen, beim Screening, in der Planung, in der Kommunikation. Die Frage ist nicht mehr, ob KI eingesetzt wird. Die Frage ist, wer steuert."

Lukas Huber, schnellstart.ai